GESCHICHTE

Ins Leben gerufen wurde Initiative e.V. am 06. 09. 1996 in Bonn. Damals führte der Verein noch den Untertitel „Fördergesellschaft für evangelische Verantwortung in der Wirtschaft Mittel- und Osteuropas“. Der Impuls zur Gründung ging von Prof. Dr. Otto Strecker aus.

 

Den Gründern war daran gelegen, dass sich Christen in Deutschland und in den mittelosteuropäischen Ländern untereinander gemeinsam vernetzen,

um sich in ihrer beruflichen Selbständigkeit zu bestärken,

um der Kultur der Selbständigkeit in der Gesellschaft vermehrte Geltung zu verschaffen,

um sich in der Unternehmensführung und bei der Anwendung moderner Managementmethoden gegenseitig zu unterstützen und einen vertrauensvollen Informations-  und Erfahrungsaustausch zu pflegen,

und um Verständnis für die ethischen Anforderungen zu werben, die im Beruf an einen Selbständigen gestellt werden.

 

Es ist nahe liegend, dass kurz nach der Wende gerade in den ehemals sozialistischen Ländern diese Anliegen von enormer Aktualität waren.

 

Die Gründungsmitglieder bestanden aus Selbstständigen, Politikern und Theologen. Sie suchten ausdrücklich die Nähe zur evangelischen Kirche in Deutschland und den östlichen Nachbarländern, mit deren Hilfe dann auch Kontakte zu Selbständigen in den  benachbarten mittelosteuropäischen Ländern hergestellt werden konnten.

 

Nach wie vor gilt die besondere Ausrichtung der Arbeit und das besondere Augenmerk von Initiative e.V dem Mittelstand: Produzenten, Dienstleistern und Freiberuflern.

 

Die Schwerpunkte der Arbeit und die Methoden haben sich im Laufe der Jahre allerdings gewandelt. Das betrifft  besonders die Auslandsaktivitäten. Im Zuge der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung in Mittelosteuropa wird dort immer weniger Hilfe aus Deutschland benötigt, um ein vorhandenes Wissensgefälle auszugleichen. Immer mehr geht es darum, internationale Kontakte auf Augenhöhe zu pflegen. Deutlich wird das auch im aktuellen Untertitel von Initiative, der nunmehr lautet „für evangelische Verantwortung in der Wirtschaft Mittel- und Osteuropas“.

 

Chronik

1996

Auf Einladung von Prof. Dr. Otto Strecker treffen sich die Gründer von Initiative nach zweijährigen Vorbereitungen in Bonn. 18 Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Kirche und Politik gründen „Initiative Fördergesellschaft für evangelische Verantwortung in der Wirtschaft Mittel- und Osteuropas e.V.“ Ziel: Ermutigung von Selbstständigen in den evangelischen Kirchen in Mittel- und Osteuropa durch Fortbildung und christliche Orientierung des unternehmerischen Handelns.

 

Die Gründer von Initiative e.V: Ernst Alters (Mühlheim/Ruhr), Wolfgang Bosch (Bad Homburg v.d.H.), G. Brügemann (Bochum), Hans Drechsler (Vestenbergreuth), H.-P. Friedrich (Düsseldorf), Hans-Dietrich Genscher (Bonn), Jürgen Gohde (Stuttgart), Horst Hirschler (Hannover), Hermann-Adolf Ihle (Bad Homburg v. d. H.), Hermann Kalinna (Bonn), Jürgen Krämer (Gütersloh), Matthias Roch (Kunnerwitz), Hans Roser (Roth), Jürgen Ruhfus (Bonn), Andreas Schattanik (Genthin), Bernd Seite (Schwerin), Otto Strecker (Bonn), Eberhard Witzschel (Frankenberg/Sachsen), Klaus Wollenweber (Görlitz), Gründungsvorstand: Otto Strecker (Vorsitzender), Hans Roser (Theologe, Vorstandsmitglied), Jürgen Krämer (Schatzmeister)

 

1997

Erste Unternehmerseminare in Polen (in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirche A.B. in Polen) und in Ungarn (in Zusammenarbeit mit der Reformierten Kirche und der Lutherischen Kirche in Ungarn.

 

ab 1998

Schrittweise Ausdehnung der Zusammenarbeit auf weitere Länder bis auf schließlich (ab 2004) insgesamt 11 Länder: Estland, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Russland, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ukraine, Ungarn. In allen Partnerländern in Zusammenarbeit mit den Partnerkirchen regelmäßige Seminare für Selbstständige.

 

1998

2. Jahrestagung in Stuttgart. Im Vorstand tritt Ernst Alers an die Stelle von Jürgen Krämer.

 

1999

3. Jahrestagung in Görlitz: Neuwahl des Vorstands für 3 Jahre: Otto Strecker (Vorsitzender), Wilhelm Schlemmer (Theologe). Vorstandsmitglied), Dieter Bangert (Schatzmeister). Einrichtung des Leitungskreises – bestehend aus den Länderbeauftragten und anderen Mitgliedern mit besonderen Verantwortungsbereichen - zur Unterstützung des Vorstands. Gründung des Schwestervereins in Polen: SPE (Verein evangelischer Unternehmer in Polen). Beginn des Aufbaus einer Mitglieder- und Expertendatei (Jochen Kunze) Gründung der „Stiftung Initiative“ (Stiftungskapital: 200.000,-- DM) durch Wolfgang Bosch, Jürgen Krämer, Edzard Rohland, Otto Strecker. Ausschließliches Stiftungsziel: Förderung des Vereins Initiative e.V. aus den Erträgen des Stiftungsvermögens.

 

2000

4. Jahrestagung in Güstrow. Festvortrag Landesbischof i. R. D. Horst Hirschler: „Gemeinsames Handeln wagen“. Erstmalige Bereitstellung des Initiative-Preises (10.000,-- DM bzw. 5.000,-- EUR) durch Stiftung Evolution Apfelbaum (Vorsitzender Martin Schmidt), der seit 2000 einmal jährlich verliehen wird („für beispielhafte Leistungen erfolgreicher evangelischer Selbstständiger in Mittel- und Osteuropa“). Eine Jury zur Auswahl des jeweiligen Preisträgern (Vorsitzender seit 2000: Wolfgang Heyde) wird berufen.

Auf der Jahrestagung in Güstrow wird der Initiative-Preis erstmals an den Unternehmer Alfred Smolczynscy aus Kamien Pomorski/Polen (Dachdeckermeister für Schilfrohrdächer) verliehen.

 

2001

Erstmalige Durchführung vierwöchiger Betriebspraktika für Selbstständige aus Mittel- und Osteuropa in Unternehmen der gleichen Branche in Deutschland. Mit 10 Teilnehmern und Teilnehmerinnen vom 13.09. bis 14.10.2001. Leitung: Peter Möller (Kooperation mit Eberhard Schöck-Stiftung). Einführungs- und Abschluss-Seminar in der Handwerkskammer Kassel. Erste Theologische Konferenz von Initiative unter dem Thema: „In christlicher Verantwortung wirtschaften“ (110 Teilnehmer) findet - vorbereitet von Wilhelm Schlemmer – am Vortag der Jahrestagung in Jena statt. 5. Jahrestagung in Jena. Die Mitgliederversammlung beschließt Satzungsänderung (u.a.: Vergrößerung des Vorstands auf bis zu 6 Mitglieder; Satzungsmäßige Verankerung des Leitungskreises zur Unterstützung des Vorstands). Zuwahl von Ulf Stahlke in den Vorstand. Im Anschluss an die Jahrestagung Begegnungstag in Kloster Volkenroda. Der estnische Schwesterverein „Initiative Eesti“ wird am 09.11.2001 in Pöltsamaa gegründet (Vorsitzender: Priit Humal). Der Initiative-Preis 2001 wird zu gleichen Teilen an Attila Hollmann (Bauunternehmer, Budapest/Ungarn) und Janis Vidowski (Bäckerei und Dienstleistungsunternehmen in Lettland) vergeben. Mitgliederstand Initiative e.V. am Jahresende 2001  270.

 

2002

6. Jahrestagung in Berlin-Spandau. Neuwahl des Vorstands für 3 Jahre. Otto Strecker kandidiert aus Altersgründen nicht mehr für den Vorsitz. Der Vorstand wird in folgender Zusammensetzung gewählt: Thomas Metzner (Vorsitzender), Wilhelm Schlemmer (stellv. Vorsitzender, theologische Fragen), Dieter Bangert (Schatzmeister), Ulf Stahlke (Jahrestagungen), Rudolf Stöhr (Auslandsprojekte), Otto Strecker (Mitgliedergewinnung und –pflege). Günter Fink übernimmt die Vorbereitung und Durchführung der Betriebspraktika. 7 Teilnehmer an den Betriebspraktika 2002. Einführungs- und Abschluss-Seminar in der Handwerkskammer Bayreuth. Preisträger des Initiative-Preises 2002 (Hauptpreis): Tomás Jelinek, Möbelhersteller in Valasske, Mezirici, Tschechien, - Zweite Preise an M. Rengeo (Landwirt, Slowenien) und L. Vavrusko (Holzverarbeitung, Ungarn). In Slowenien wird der Schwesterverein „Drustvo Inicijativo Slovenijo (Vorsitzender: Leon Novak) gegründet. Im Jahr 2002 werden 32 Seminare für Selbstständige in den Partnerkirchen in Mittel- und Osteuropa durchgeführt. Mitgliederstand am Jahresende 2002: 300.

 

2003

7. Jahrestagung in Berlin-Spandau. Fortsetzung der Seminare für Selbstständige in den Partnerkirchen in Mittel- und Osteuropa. Am 01.10.2003 Zuwahl von Heinrich Lesinski in den Vorstand (Schatzmeister als Nachfolger von Dieter Bangert). Der Initiative-Preis wird 2003 aufgeteilt: Hauptpreisträger ist Sandor Dali (Fleischwarenhersteller in Ilien/Rumänien, zwei zweite Preise werden Priit Humal (Elektronikhersteller in Tartu/Estland) und Wladyslaw Wilinski (Metallbaufirma in Mragowo/Polen) verliehen. Außerdem erhält Lajos Bertalan (Fenster- und Türenherstellung in Misca/Rumänien) einen Anerkennungspreis. Das Mitgliederverzeichnis von Initiative ist fertiggestellt und wird auf der Jahrestagung übergeben. Federführend ist Jochen Kunze unter Mitarbeit von Gerald Schüler (Fa. Unicat). Künftig ist das Mitgliederverzeichnis in seiner laufend aktualisierten Fassung für jedes Mitglied im Internet abrufbar.

 

2004

8. Jahrestagung in Dresden (08. – 10.10.2004). Der Initiative-Preis wird 2004 zu gleichen Teilen an Anika Bodo, Modeherstellerin in Targu Mures/Rumänien und Jan Koncek, Baustoffgroßhändler in Martin/Slowakei verliehen. – Der ungarischen Winzergenossenschaft Körös-Bor-Asz wird der erstmalig ausgelobte Initiative-Kooperationspreis (5.000,-- EUR) zuerkannt. Hans-Martin Schmidt Köln, wird wegen seinen herausragenden Verdienste um die Entwicklung von Initiative, vor allem durch die Stiftung des Initiative-Preises, zum ersten Ehrenmitglied von Initiative ernannt. Einkehrtag (10.10./11.10.2004) in Schloss Schleinitz (bei Meissen). Acht Selbstständige aus den Partnerkirchen in Mittel- und Osteuropa nehmen an unseren Betriebspraktika in Deutschland vom 19.09. bis 10.10.2004 teil. Einführungs- und Abschluss-Seminar finden wieder in der Handwerkskammer Bayreuth statt. Praktikumsbeauftragter wird Eckhard Weber, Königstein, als Nachfolger von Günter Fink, Eckental. Die Seminare für Selbstständige in den Partnerkirchen in Mittel- und Osteuropa werden fortgeführt. Die Themen werden stets an den Informationsbedarf in den einzelnen Ländern angepasst. Erfahrungsaustausch ist zunehmend wichtiger als ausschließliche Wissensvermittlung. Neben betriebswirtschaftlichen Problemen der Unternehmensführung wünschen die Teilnehmer Behandlung von wirtschaftsethischen Fragen.

 

2005

Die 9. Jahrestagung findet in Bayreuth statt. Die Neuwahl des Vorstands ergibt folgende Zusammensetzung: Thomas Metzner (Vorsitzender), Heinrich Lesinski (Schatzmeister), Wolfgang Osterhage (Auslandsprojekte), Reiner Rinne (Theologische Fragen), Otto Strecker (Mitgliedergewinnung und –pflege), Eckhard Weber (Hospitantenprogramm). Die Betriebspraktika werden ab 2005 als Hospitationen bezeichnet. 16 Selbstständige aus den Partnerkirchen nehmen in diesem Jahr an dem dreiwöchigen Programm teil (mit Einführungs- und Abschluss-Seminar in der Handwerkskammer Bayreuth). Der Initiative-Preis 2005 wird an den Unternehmer Mihály Páskuj (Kfz-Werkstatt in Targu Mures/Rumänien) verliehen. Anerkennungen werden an vier Selbstständige aus Rumänen und Polen ausgesprochen. 15 Regionaltreffen für Mitglieder und Gäste werden in allen Teilen Deutschlands durchgeführt und weisen weiter zunehmende Teilnehmerzahlen auf. Initiative stellt ihre Arbeit in diesem Jahr mit einem Informationsstand auf dem Kongress für christliche Führungskräfte in Nürnberg (20. - 22.10.2005) und auf dem 30. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Hannover (25. – 29.05.2005) vor. Initiative und der VCH Verband Christlicher Hotels schließen ein Kooperationsabkommen (u. a. Preisvergünstigung für Initiative-Mitglieder). Auch in diesem Jahr werden in Zusammenarbeit mit den Partnerkirchen die Seminare für Selbstständige fortgesetzt. Die laufende Koordinierung mit den Partnerkirchen liegt jeweils in der Hand eines Länderbeauftragten aus dem Initiative-Mitgliederkreis, dem in der Regel ein Stellvertreter zur Seite steht. Das zuständige Vorstandsmitglied Wolfgang Osterhage koordiniert diese Arbeit. 18 Regionaltreffen finden in diesem Jahr in Deutschland statt, verteilt auf alle Bundesländer. Vorstand und Leitungskreis führen vom 08. bis 10. April 2005 ein Seminar zur Bestandsaufnahme und Planung unserer Arbeit in Kulice (Külz)/Polen durch. Auch mehrere polnische Freunde nehmen teil.

 

2006

Die 10. Jahrestagung findet vom 13. bis 15. Oktober 2006 in Frankfurt (Oder) statt. Die Mitgliederversammlung vertagt die Vorschläge des Vorstands zur Satzungsänderung auf 2007. Der Einkehrtag im Anschluss an die Jahrestagung hat diesmal in Kloster Neuzelle einen besonderen eindrucksvollen Rahmen (Leitung: Reiner Rinne und Wilhelm Schlemmer). Die Seminare für Selbstständige in den Partnerkirchen in Mittel- und Osteuropa weisen eine Innovation u.a. in Ungarn auf, wo – initiiert von Friedrich Bauersachs - gemeinsam mit dem ungarischen Schwesterverein INICIATIVA am Aufbau einer Erfahrungsgruppe gearbeitet wird, die zur Analyse und Prognose des Unternehmenserfolgs ein computergestütztes Planspiel verwenden wird. Zu gleichen Teilen wird der Initiative-Preis 2006 an Mara Liguta (Wirtschaftsprüferin in Riga/Lettland) und Márton Bartha (Molkereibesitzer in Panet/Rumänien) verliehen. Neben Seminaren in den Partnerkirchen werden von Initiative immer wieder auch Beratungen vor Ort erbeten. In Rumänien ergibt sich dabei in diesem Jahr eine Zusammenarbeit mit dem Gustav-Adolf-Werk (Wirtschaftlichkeitsprüfung von Kleinbetrieben in dem GAW-geförderten Projekt in Zsobok/Rumänien). 25 Selbstständige können von Eckhard Weber in diesem Jahr als Teilnehmer an unserem Hospitantenprogramm (24.09. – 12.10.2006) begrüßt werden. Einführungs- und Abschluss-Seminar finden wieder in der Handwerkskammer Bayreuth statt. Das Mitgliederverzeichnis ist völlig überarbeitet und steht unseren Mitgliedern im Internet mit fortlaufend aktualisiertem Inhalt zur Verfügung. 18 Regionaltreffen führen in diesem Jahr Mitglieder und Gäste in allen Teilen Deutschlands zusammen. Mitgliederbestand am 31.12.2006: 450 Mitglieder. Das Stiftungsvermögen der „Stiftung Initiative“ ist durch Zustiftungen und Spenden auf 250.000 EUR angewachsen. Langfristiges Ziel sind 500.000 EUR. Die Erträge des konservativ angelegten Stiftungsvermögens dienen satzungsgemäß ausschließlich der laufenden Arbeit von Initiative e.V. und werden jährlich an ihn ausgeschüttet (bei realer Aufrechterhaltung des Stiftungsvermögens). Das Thema „Unternehmerische Chancen in der alternativen Energiegewinnung und –verwendung“ ist für 11 Mitglieder unseres slowenischen Schwestervereins Anlass zu einer Studienreise nach Niedersachsen, vorbereitet und mit Initiative-Mitgliedern in diesem Bundesland gestaltet von Hartmut Töter (Länderbeauftragter Slowenien).

 

2007

Die Evangelische Akademie im Rheinland veranstaltet in Kooperation mit Initiative e.V. vom 09. bis 10. März 2007 in Bonn eine Tagung „Berufliche Selbstständigkeit in Deutschland und in Mittel- und Osteuropa“, die von 75 Teilnehmern besucht wird. Initiative ist mit einem Informationsstand auf dem Kongress für christliche Führungskräfte in Leipzig (18. – 20.01.2007) und auf dem 31. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Köln (06. – 10.06.2007) vertreten. Die 11. Jahrestagung findet vom 12. bis 14.10.2007 in Lutherstadt Wittenberg statt, der anschließende Einkehrtag (14. – 15.10.2007) am gleichen Ort. Die Mitgliederversammlung verabschiedet eine neue Satzung in der die umfassenden Aufgaben von Initiative in Deutschland und in den benachbarten Ländern Mittel- und Osteuropas z.T. neu formuliert werden. Der Name des Vereins lautet nunmehr: „INITIATIVE für evangelische Verantwortung  in der Wirtschaft Mittel- und Osteuropas e.V.“. 22 Selbstständige aus unseren Partnerkirchen in Mittel- und Osteuropa nehmen an unserem diesjährigen Hospitantenprogramm teil. 15 Regionaltreffen finden von Februar bis November 2007 in Deutschland statt.

 

2008

Initiative und die Schwestervereine  erweitern ihr Angebotsprogramm. So findet eine Initiative-Unternehmerreise mit Betriebsbesichtigungen von Spediteuren aus Deutschland nach Slowenien statt. Umgekehrt besuchen Lettische Unternehmer unserer Schwesterorganisation Initiativa Latvija Betriebe in Deutschland. Unser Hospitationsprogramm wird erstmals von unseren Partnern übernommen. Hospitanten aus Sankt Petersburg hospitieren bei unseren Initiative-Freunden in Lettland. Schließlich nimmt Initiative in einem Memorandum zustimmend zur EKD-Denkschrift „Unternehmerisches Handeln in evangelischer Perspektive“ Stellung. Erstmals findet die 12. Jahrestagung außerhalb Deutschlands in Prag statt. Dort wird Otto Strecker, zum Ehrenvorsitzenden des Vorstands ernannt, nachdem er bei der Vorstandswahl aus Altersgründen nicht mehr für den Vorstand kandidierte. An seiner Stelle wird Hartmut Töter in den Vorstand gewählt. Die übrigen Vorstandsmitglieder  werden durch Wiederwahl bestätigt. Ebenso der Vorsitzende Thomas Metzner. Der Initiative Preis wird in diesem Jahr an Csaba Oros, Optikerin aus Jelka in der Slowakei, verliehen.

 

2009

Die 13. Initiative Jahrestagung findet in Leipzig statt, an dem Wochenende, an dem man dort der Friedlichen Revolution vor 20 Jahren gedachte. Der Initiative Preis geht in Form des Hauptpreises an Erzébet Kardos, die einen Gartenbaubetrieb in Curteni in Rumänien betreibt. Einen zweiten Preis erhält der private Kindergarten von Frau Krystina Aleksander aus Krakau in Polen. Am Hospitationsprogramm beteiligen sich 15 Personen. Initiative ruft einen "Think Tank" ins Leben. Mit ihm wollen Mitglieder dafür sorgen, dass Initiative mit neuen Ideen gefüttert wird und stets "am Puls der Zeit" bleibt. Zum zweiten Mal fand eine Initiative-Regionaltagung in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Akademie im Rheinland in Bonn-Bad Godesberg statt, diesmal zum Thema „Beruf und Berufung“. Über den Verlauf der Tagung wurde ein Berichtsband veröffentlicht. Auf dem Kongress christlicher Führungskräfte in Düsseldorf war Initiative mit einem Informationsstand vertreten. Der Initiative-Vorstand verabschiedet ein Leitbild und Initiative entwickelt sich zunehmend zu einem Netzwerk auch in Deutschland.

 

2010

Initiative nutzt immer mehr die elektronischen Medien und unsere Internetseiten werden immer häufiger besucht. Der Besucherzähler hat Ende 2010 fast die Zahl 100.000 erreicht. Initiative hat im Xing-Netzwerk eine eigene Gruppe errichtet. Das Hospitationsprogramm erreicht ein 10 jähriges Jubiläum, rund 150 Hospitanten haben das Programm in Anspruch genommen, mehr Damen als Herren. Auf der 14.Initiative Jahrestagung in Riga, die in wesentlichen Teilen von unserer Schwesterorganisation Initiativa Latvija ausgerichtet und gestaltet wurde, kamen 30 Hospitanten aus früheren Jahren mit 20 Hospitanten des Jahres 2010 zusammen und stellten Ihre Erfahrungen eindrucksvoll den Tagungsteilnehmern vor. Der Initiative Preis ging erneut an zwei Preisträger. Der Hauptpreis ging an die geschäftsführende Gesellschafterin des Familienunternehmens Sia Jauminanta 2, Frau Ilza Mezina. Sie betreibt in Talsi in Lettland eine große Bäckerei mit eigenen Lebensmittelgeschäften. Einen zweiten Preis erhielt Frau Sandra Pelce als Vorstandsvorsitzende von "Denksi", eines Groß- und Kleinhandels mit Lebensmitteln in Tukums, Lettland. Frau Pelce hatte 2007 am Hospitationsprogramm teilgenommen. Ein Teil der Initiative Mitglieder nahm nach der Jahrestagung in Riga das Angebot zu einer einwöchigen Initiative Baltikum-Rundreise wahr. Das neu gebildete Kuratorium hat seine Arbeit aufgenommen. Zum Vorsitzenden wählte das Kuratorium Oberkirchenrat i.R. Wilhelm Schlemmer, Schulzendorf bei Berlin.

 

2011

Mitgliederversammlung und Jahrestagung finden in Bochum statt. Aus dem Vorstand scheiden aus:  Thomas Metzner (Vorsitz), Dr. Wolfgang Osterhage und Dr. Eckhard Weber.

Neu in den Vorstand gewählt wurden: Doris Stcherbina und Werner Weiss. Zum Vorsitzenden wurde Hartmut Töter gewählt. Wiedergewählt werden Reiner Rinne und Heinrich Lesinski. Der Vorstand besteht demzufolge (vorübergehend?) nur aus fünf Personen. Die Arbeit von INITIATIVE, hat sich was die Auslandsaktivitäten betrifft, aufgrund des gesellschaftlichen/wirtschaftlichen Wandels, der sich in den Mittelosteurpäischen Ländern in den letzten Jahern vollzogen hat geändert. Die Nachfrage nach Seminaren ist zurückgegangen. Der Wunsch nach Hospitationen in Deutschland ist nach wie vor groß: 16 Männer und Frauen aus den mittelosteuropäischen Ländern wurden vermittelt. Die Mitgliederzahl beträgt zum Jahresende 566.

In nahezu allen Regionen Deutschlands werden Regionaltagungen abgehalten. Über die Regionaltagung Rheinland Nord gemeinsam mit der Evangelischen Akademie im Rheinland zum Thema „Zusammenarbeit und Wettbewerb“ wird ein Dokumentationsband erstellt. Prof. Dr. Otto Strecker, dem Ehrenvorsitzendem der Initiative, wird das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Der Orden wird am 25. März 2011 in einem Festsaal in der Schlosskirche Bonn durch den Wirtschaftsminister des Landes Nordrhein-Westfalen, Harry K. Voigtsberger, überreicht. Deutschlandbesuch: eine lettische Delegation von Unternehmerinnen und Unternehmern besucht vom 27. bis 30. Juli den Elbe-Weser-Raum.

Die Kontakte von Initiative weiten sich mit Hilfe das des Schwestervereins Iniciativa Slovenija nach Serbien aus. Eine Delegation aus Muska-Sobota (Slowenien) unter Leitung von Pfarrer Leon Novak besucht evangelische Christen in der Region um Novi Sad und stellt die Arbeit von Initiative an der Hochschule von Novi Sad, in der politischen Gemeinde von Kisač und beim Bischof der evangelischen Kirche Serbiens vor. Initiative ist beim Kongress christlicher Führungskräfte in Nürnberg präsent. Der INITIATIVE-Preis geht an Waldemar Falkowski (Polen) und Han Marek (Tschechien).

 

2012

Doris Stscherbina scheidet auf eigenen Wunsch wegen erforderlicher Krankenpflege in ihrer Familie aus dem Vorstand aus, nachgewählt und mit der Aufgabe betraut, die Hospitationen zu organisieren, wird Dr. Andreas Liebisch.

Jochen Kunze gibt seine Aufgaben (u.a. Datenbankverwaltung-Mitglieder und Mitwirkung an der Organisation der Jahrestagungen) an Dorothea Schulze-Heckmann ab. Es wird eine von C. Stegkämper betreute Aktion „Preisvorteile für Mitglieder“ ins Leben gerufen. Initiative wird Partner beim „Kongress christlicher Führungskräfte“. Die „Aktion 3 x 3“ wird gestartet: das  Stiftungskapital der Stiftung Initiative soll bis 2015 von 300.000 € auf  500.000 € aufgestockt werden. „3 x 3“ bedeutet, dass der einzelne Zustifter in drei Jahren jeweils 3.000 € zur Verfügung stellt. Lettische Gäste werden im Weser-Elbe-Raum von Albert Rathjen empfangen. Die Jahrestagung findet in Erfurt statt. Dort wird der Initiative-Preis Mag. Robert Celec (Unternehmensberater aus Slowenien) verliehen. „Junge Initiative“ konstituiert sich unter Leitung von Peter Littau neu.

Die Zahl der Mitglieder von Initiative e.V. betrug am Jahresende 574.

 

 

 

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